Die Motions - Überblick Motions

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Überblick über die einzelnen

„Motions“ im Line Dance



Aus den obigen Ausführungen wird ersichtlich,

dass wir auch beim Line Dance die „richtige

Körperbewegung“ (sprich Motion) zur

„richtigen Musik“ bzw. zum „richtigen Tanz“

machen sollten. Aber welche Bewegung passt

nun zu welchem Tanz? In den seltensten Fällen

wird z.B. in der Schrittbeschreibung (Step Sheet)

eines Tanzes angegeben, um welche Motion es

sich handelt. So müssen wir uns also selbst

Gedanken darüber machen, bei „welchem“

Tanz wir uns „wie“ bewegen wollen. Da die

Motion sehr stark vom Rhythmus der Musik

abhängig ist, haben wir manchmal schon eine

Ahnung davon, was bewegungsmäßig passt.

So werden viele bei Walzermusik versuchen,

sich in einer kontinuierlichen Wellenbewegung

auf und ab zu bewegen, während sie bei

lateinamerikanischen Rhythmen automatisch die

Hüfte einsetzen. Doch nicht für jeden ist immer

sofort klar erkennbar, welche Bewegungsart zu

einem bestimmten Tanz passt. Um dies

herauszufinden, sind die folgenden Punkte

sehr wichtig:

  • Auch Line Dance Tänze sind vom Rhythmus
    her z.B. „Walzer“, „Polka“ oder „Cha Cha“ etc.

  • Wir benötigen Grundkenntnisse über die
    verschiedenen zur Verfügung stehenden
    Motions (s.u.)

  • Wir müssen lernen darauf zu hören, welche
    Motion uns die Musik vermittelt, also möchten
    wir uns beim Hören der Musik z.B. eher auf
    und ab bewegen oder unseren Körper lieber
    auf einer Höhe lassen, dafür aber die Hüften
    einsetzen.

Mit diesen Punkten können wir dann der Musik,

und somit dem Tanz den wir tanzen möchten,

eine bestimmte Motion, also eine ganz bestimmte

Bewegungsart zuordnen und diese auch beim

Tanzen einsetzen. Als Orientierungshilfe möchten

wir euch an dieser Stelle einen kleinen Überblick

über die verschiedenen Motions im Line Dance geben:

 

 

 


Die vier „Haupt“-Motions



In diese vier Motions können wir mehr oder weniger

alle Tänze aus dem Country und Westerntanz, aber

ebenso aus dem Standard- und Lateintanz einordnen,

da sie klar definierte Rhythmen haben:



Rise & Fall


Bei Tänzen in der Motion „Rise & Fall“ bewegen wir

uns abwechselnd aber gleichbleibend auf und ab,

wie bei einer Wellenbewegung (heben und senken).

Ergänzt wird dies durch das sogenannte

„Swing & Sway“, also durch seitliche und diagonale

Bewegungen (schwingen und neigen). So entsteht

ein weiches und harmonisches Heben und Senken

des gesamten Körpers. Dies ist auch ein Unterschied

zu den Aufwärts- und Abwärtsbewegungen im Lilt,

die härter ausgeführt werden.



Lilt


Auch in der Motion Lilt haben wir ein wellenförmiges

Auf- und Ab des Körpers, allerdings wird dieses nicht

so weich getanzt, wie beim Rise & Fall. Ein weiterer

Unterschied besteht darin, dass die Wellenbewegung

nicht so gleichmäßig ist, da das Absenken des Körpers

stärker betont wird als das Anheben. Der Körper wird

dadurch mehr unter die Grundlinie gesenkt als darüber

angehoben, wir tanzen also mehr „nach unten in den

Boden hinein“. So entsteht ein manchmal etwas

übermütig anmutendes Auf- und Abfedern des Körpers.



Smooth


In dieser Motion gibt es im Gegensatz zu den zwei

vorgenannten keine Auf- und Abbewegungen. Ganz

im Gegenteil, hier sind alle Bewegungen sehr

gleichmäßig und eben. Schrittkombinationen die ein

Heben und Senken hervorrufen, werden durch Bein-

und Fußarbeit ausgeglichen, so dass der ganze Körper

bei allen Schritten weitestgehend auf einer Höhe

gehalten wird.



Cuban


In dieser Motion werden die lateinamerikanischen

Tänze zusammengefasst. Um den für diese Tänze

typischen Hüftschwung zu erreichen, setzten wir

die Hüfte in verstärktem Maße beim Tanzen ein.

Die Körperhöhe bleibt, genau wie bei der

Motion Smooth, flach und in einer Höhe.

 


Zwei zusätzliche Motions


Diese Motions treffen keine eindeutige musikalische

Aussage, da sie aus einer Zusammenstellung

verschiedenster Rhythmen bestehen. Sie werden

vorwiegend für Wettbewerbe benutzt.

 


Funky


Die Motion „Funky“ ist nicht gleichzusetzen mit

der Musikrichtung „Funky“! Vielmehr vereinen sich

in dieser Motion unter der Musik aus z.B. Hip-Hop,

Rap, Techno, House und Funk viele Bewegungsarten

und Elemente aus modernen Tanzrichtungen wie

z.B. Street Dance, Break Dance, Jazz Dance,

Modern Dance.



Novelty


Diese Motion ist offen für alle oben genannten

Bewegungsarten, z.B. bei Choreographien, die

aufgrund der Musik verschiedene Motions in

sich vereinen.

 

Diese Infos sind von der Homepage der

Swinging Heels aus Gütersloh:

www.swinging-heels.de

 

Alle erwähnten Motions beschreiben die

hauptsächlich zum Einsatz kommenden

Bewegungsmuster. Natürlich hat jeder

einzelne Tanz innerhalb dieser Motions noch

seine eigene „Technik“, in der beschrieben

wird, wie man die einzelnen Bewegungen, also

z.B. den Einsatz der Hüfte oder das wellen-

förmige Auf- und Ab, richtig ausführt. Aber

Erklärungen dazu würden hier zu weit führen.

Deshalb haben wir für alle, die sich

ausführlicher über dieses Thema informieren

möchten, einen Buch-Tipp:

Der Buch-Tipp:„Von Anchor Step bis Weave“

von Astrid Kaeswurm (2te Auflage - 09/2012)

- ein „Handbuch“ speziell für Line Dancer.

In diesem wird neben vielen anderen Dingen aus

dem Line Dance das Thema „Motion“ in einem

eigenen Kapitel sehr ausführlich erläutert,

dabei aber auch prima auf die Technik in den

einzelnen Tänzen eingegangen.

 

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